Historie des Fertighauses

Historie des Fertighauses – Historie des Fertighausbaus

Wie sind Fertighäuser entstanden? Geschichtliches über den Fertighausbau!

Als Erfinder des Fertighauses hat man keinen Geringeren als Leonardo Da Vinci ausgemacht. So entwarf er um 1494 die "Casa Mutabile"; dieses "bewegliche Haus" wurde als erstes aus vorgefertigten Fertighaus Bauteilen zusammen gesetzt.

In Deutschland gründete Walter Gropius 1919 die Architekturschule "Bauhaus" in Weimar. Den Schülern vermittelte er das Ziel, eine Art Baukastensystem für Häuser zu entwickeln: Der Grundtyp eines Hauses sollte durch vorproduzierte Bauelemente variiert werden können. Dadurch wurde das Fertighaus ungewöhnlich günstig, denn es sparte Material, Zeit und Geld.

Bezüglich der Holzbau-Fertighäuser sind allerdings andere Namen zu nennen und ihr Ursprung ist im Amerika des 19. Jahrhunderts zu suchen: Die amerikanische Industrialisierung brachte schon Ende des 19. Jahrhunderts eine serienmäßige Vorfertigung von Holzhäusern mit sich, da die ständig neu ankommenden Siedler dringend Wohnraum benötigten. Man fertigte die Bauteile so vor, dass sie zügig und mit nur wenigen Hammerschlägen zusammengenagelt werden konnten. Etwa zur gleichen Zeit entwickelte George Snow 1833 die moderne Holzständerbauweise. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der mittelalterlichen Holzfachwerk- und der Ständerbohlenkonstruktion. Sie verzichtet auf den Einsatz schwerer Balken und Stützen und komplizierter Knotenverbindungen und setzt stattdessen schmale einheitlich dimensionierte Ständer und Rahmen ein, die ebenso nur durch einfache Nagelverbindungen miteinander befestigt werden.

In Deutschland setzte die Entwicklung des Holzhaus-Fertigbaus erst mit Konrad Wachsmann im sächsischen Niesky ein. Der industrielle Erfindergeist entwickelte aus den amerikanischen Konzepten zu Beginn des 20. Jahrhunderts die erste, fast voll automatische Fabrik zur Vorfertigung von Holzbauelementen. Als berühmtester Hausbauer des Wachsmann-Typs ist wohl Albert Einstein zu nennen, der ein Haus in der Nähe von Berlin baute, noch bevor in Niesky die erste Holz-Fertigbau-Siedlung um 1940 entstand.

Das Wirtschaftswunder der fünfziger Jahre führte auch zu Veränderungen im Fertighausbau. Kleine Zimmereien, die bislang in mühsamer Handarbeit Holzfertighäuser gebaut hatten, expandierten zu industriellen Fertighaus-Herstellern. Obwohl nun gerade in den fünfziger Jahren eine eklatante Wohnungsnot in Deutschland herrschte (20 % aller Wohnungen waren ja im Krieg zerstört worden, zumal auch die Vertriebenen aus den ehemals deutschen Gebieten in Osteuropa Wohnraum benötigten), waren die Fertighäuser noch nicht beliebt genug. Dies änderte sich erst in den sechziger Jahren, als jeder nicht nur eine Wohnung, sondern die eigenen vier Wände haben wollte. Man suchte nach günstigen Alternativen und fand sie in den Fertighäusern. Nun entstanden auch Modellbauten, Ausstellungen und Kataloge für die begehrten Bauobjekte. Neben den vom Flachdach geprägten Anfangsmodellen begannen auch andere Fertighaustypen ihre Karriere in den sechziger beziehungsweise siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, wobei sie mit ihren Flachdächern zunächst wenig attraktiv wirkten. Heute hat der Hausbauer eine große Auswahl an Fertighäusern.

Die Ölkrise in der ersten Hälfte der 70er Jahre begünstigte wiederum Holz-Fertighäuser, die nun als Ernergiesparhäuser angepriesen wurden. Außerdem entstanden neue Bauformen wie Bungalow und modernen Fachwerkhaus, die mit viel Holz, Glas und Stahl gearbeitet wurden.

In den 1980er Jahren sorgten neue Architekturtrends dafür, dass Fertighäuser immer individueller wurden. Die Fitnesswelle brachte dann auch die Themen Wohngesundheit und Naturnähe auf.

Der Fall der Mauer brachte einen zweiten Fertighaus-Boom, da diese nun in den neuen Bundesländern begehrt waren. Dort hatte sich bislang der Staat um Wohnungen gekümmert, beziehungsweise eben diese vernachlässigt, so dass nun ein auffälliger Bedarf zu decken war. Darüber hinaus verlieh die damals neu aufgekommene Energieeinsparverordnung den so genannten 3-Liter-Häusern und Passivhäusern mehr Bedeutung.

Heute befassen sich namhafte Architekten mit dem Fertighaus und der Bauhaus-Stil feiert sein Comeback feiert. Steigende Öl- und Gaspreise betonen im übrigen die Wichtigkeit innovativer Energiesparhäuser. Ein übriges tun die Förderkredite solcher Baumaßnahmen staatlicher Einrichtungen wie etwa der Kredianstalt für Wiederaufbau dazu.

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